Mythen Gehaltsverhandlung: wir klären auf

Durchsucht man Google nach der Wortkombination „Gehaltsverhandlung Tipps“, bekommt man innerhalb weniger Sekunden über 100.000 Ergebnisse. Dabei sind uns zwei Ratschläge aufgefallen, die auf vielen Karriereseiten wiederholt werden und zunächst etwas unkonventionell erscheinen. Wir haben bei unseren Personalberatern nachgefragt, was sie von diesen Tipps halten. Ein Teil Ihres Jobs ist es täglich Gehaltsverhandlungen von Kandidaten zu begleiten:

Zu hoch pokern

Einige Karriereportale empfehlen den Bewerbern die eigenen Gehaltsvorstellungen eher zu hoch anzusetzen, da diese im Gespräch erfahrungsgemäß runtergehandelt werden.

Das sagen unsere Berater dazu:

Im Kern stimmen MINT Berater diesem Rat zu. Allerdings sollte der Gehaltswunsch auch nicht zu hoch angesetzt werden. Bei zu unrealistischen Forderungen werden Sie nicht mehr ernst genommen und Ihrem Gegenüber vergeht schnell der Wille zum Verhandeln. Ergebnis – eine Absage.

Unser Tipp: 

informieren Sie sich vor dem Gespräch gründlich, welche Gehälter in Ihrer Branche und in diesem Unternehmen üblich sind. Ausschlaggebend für die Höhe des Gehalts sind folgende Faktoren: Karrierestufe, Ausbildung, und Stadt. Auf Online-Portalen wie Glassdoor oder Gehalt.de, können Sie die Spanne abstecken in welcher Ihr zukünftiger Verdienst liegen kann. Aber auch unsere Berater helfen Ihnen gern, Ihren Marktwert zu ermitteln. Wenn Sie dann im Vorstellungsgespräch gebeten werden, Ihre Gehaltsvorstellung zu nennen, können Sie sich am oberen Grenzwert orientieren.

Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg!

 

Krumme Zahlen

Ein weiterer Rat, der uns oft begegnet– als Gehaltvorstellung sollte Man(n) oder Frau eine krumme Zahl nennen. Wenn Sie also nach Ihren Gehaltsvorstellungen gefragt werden, sagen sie lieber 75.300 anstatt von 75.000. Die Erklärung für diesen eher unkonventionellen Tipp hat psychologische Ursachen: wer eine so präzise Forderung stellt, wirkt besser informiert, überzeugt und gut vorbereitet.

Das sagen unsere Berater dazu:

Der Trick funktioniert nur dann, wenn Sie für Ihre präzise Gehaltsvorstellung auch eine überzeugende Begründung liefern. Einfach nur eine krumme Zahl zu nennen, bringt nicht viel, wenn Sie diese nicht erklären können.

Aus eigener Erfahrung können wir bestätigen, dass eine krumme Zahl im Zusammenspiel mit einer plausiblen Begründung Sie ans Ziel führen kann, z.B. wenn Ihre Gehaltsforderung der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze für die private Krankenversicherung entspricht (im Jahr 2018 liegt diese bei 53.100 €).

Der angenehme Nebeneffekt: 

Mit Ihrer präzisen Angabe überraschen Sie die Gesprächspartner, sodass sie sich mehr auf Ihre Begründung für die krumme Zahl konzentrieren als auf die eigentliche Gehaltsforderung und nehmen Ihren Vorschlag eher an.

 

Suchen Sie aktuell eine neue Herausforderung in dem MINT Bereichen? Dann werfen Sie einen Blick auf unserer offenen Vakanzen oder lassen Sie sich von einem unserer Personalberater zu ihrem kommenden Karriereschritt beraten: info@mint-solutions.de

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Bild: unspalsh