Körpersprache in agilen Teams: 3 Tipps

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ (Paul Watzlawick)

Wussten Sie, dass Ihre Körpersprache bei Ihrem Kommunikationspartner 50 % beeinflusst, was Sie ihm übermitteln möchten. Das heißt Sie haben die perfekte Argumentationskette, doch Ihr Gegenüber empfängt zu Ihren gesprochenen Worten auch Signale, die Sie ihm durch Ihre Gesten und Haltung übermitteln. Als Resultat zählt dann die Mischung aus Ihren beiden „Kanälen“ der Kommunikation. Den einen „Kanal“ - Ihre Worte - können Sie bewusst steuern. Doch den anderen „Kanal“ - Ihre Körpersprache - steuern Sie unbewusst. Von daher sollten Sie sich mehr und mehr mit Ihren unbewussten Anteilen in der Kommunikation auseinandersetzen, so dass Sie langfristig so kommunizieren, dass Ihr Gegenüber die Nachrichten richtig auf- und wahrnimmt.

Gerade in agilen Teams nimmt die Körpersprache eine wichtige Rolle ein. Agile Teams arbeiten schnell und mit viel Austausch untereinander. Teammitglieder sollten präzise ihre Aufgaben und Ziele miteinander austauschen, um an einem Projekt erfolgreich zusammenzuarbeiten. Oft mischen sich die Teammitglieder nach kurzer Zeit wieder und hier ist es insbesondere wichtig, dass die Aussagen der Einzelnen richtig platziert werden. Die Zeit fehlt hier oft, sich sehr gut kennenzulernen und zwischen den Zeilen zu lesen, ob das Gesagte auch der Wahrheit entspricht.

Körperhaltung bei Meetings im Stehen

Da die meisten Meetings in agilen Teams im Stehen stattfinden, geben wir Ihnen im Folgenden drei Tipps, wie Sie erfolgreich Ihre Körpersprache einsetzen. Wir gehen bei diesen Hinweisen davon aus, dass sich die Teams an einem Standort befinden und nicht global verteilt sind. Denn verteilte Teams sind vielen Herausforderungen in Bezug auf Kommunikation ausgesetzt (Zeitzone/Kanal der Kommunikation/Sprache), auf diese wir in kommenden Artikel eingehen werden

Wenn Büros den gleichen Standort  haben ist  z.B. die Zusammenarbeit mittels   Whiteboards, Statusboards und weiteren informellen Kommunikationsmedien möglich. In Meetings, die an einem Whiteboard stattfinden und es sich kein Tisch zum Anlehnen in dem Büro befindet, empfehlen wir Ihnen folgende Tipps für Ihre Körperhaltung:

  1. Stand der Füße

Platzieren Sie Ihre Füße hüftbreit, das gibt Ihnen einen befestigten Stand und Sie geraten nicht ins Kippen, wenn Sie z.B. Ihre Beine überkreuzen. Sie signalisieren So auch unbewusst Sicherheit. Rollen Sie Ihre Schultern nach hinten und zeigen Sie eine aufrechte Haltung. Überkreuzte Beine können ein Zeichen für Unsicherheit sein. Das ständige Wechseln eines Standbeines kann auch Unruhe bei Ihren Zuhörern hervorrufen, da Sie aussenden, dass Sie möglicherweise zum nächsten Termin müssen oder in Eile sind.

  1. Körperhaltung am Whiteboard

Wenn Sie am Whiteboard stehen, dann achten Sie darauf, dass Sie sich Ihren Kollegen beim Reden zuwenden und Ihnen nicht den Rücken zeigen. Das gelingt natürlich nicht, wenn Sie etwas auf dem Board notieren, wenden Sie sich aber danach wieder zu Ihren Teammitgliedern und schenken Sie Ihnen so Aufmerksamkeit. Ihre gesprochenen Worte haben so viel mehr Wirkung, als wenn Sie zum Whiteboard sprechen.

  1. Der Einsatz Ihrer Hände

Ihre Hände haben eine große Wirkung auf andere. Verstecken Sie diese z.B. in der Hosentasche, so zeigen Sie Unsicherheit, genauso, wenn Sie diese am Gesicht oder am Hals halten. Setzen Sie also Ihre Hände geschickt ein, um Ihre Aussagen zu untermauern. Setzen Sie Ihre Geste ein und machen Sie auch eine kurze Pause, bevor Sie weiterreden. Sie geben damit der Geste noch mehr Kraft und Wirkung. Wenn Sie Ihren Kollegen eine Idee oder eine Lösung anbieten, sollten Sie eine oder beide Handinnenflächen nach oben zeigen. Sie zeigen, dass Sie etwas geben und auch etwas nehmen können.

 

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